FF Pistorf
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8443 Pistorf
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Katastrophenhilfsdienstübung in unserer Marktgemeinde Gleinstätten
Eine KHD-Übung, zwei Bereichsfeuerwehrverbände, über 110 Einsatzfahrzeuge und 450 Einsatz-kräfte – jedoch nur ein gemeinsamer Gedanke: „Üben, um im Ernstfall richtig handeln zu können“.
Was ist ein Katastrophenhilfsdienst?
Ein Katastrophenhilfsdienst ist eine definierte Einsatzeinheit, bestehend aus vielen Feuerwehren, die immer dann aktiv wird, wenn eine Situation die Kräfte einzelner Wehren übersteigt – sowohl innerhalb der Steiermark als auch österreichweit und teilweise sogar international. Der KHD sorgt dafür, dass Gemeinden und Einsatzkräfte in besonders schweren Notlagen unterstützt oder ent-lastet werden. Die Aufgaben umfassen die Bekämpfung großer Brände, den Einsatz bei Naturka-tastrophen wie Hochwasser, Stürmen oder Erdbeben sowie Rettungs- und Evakuierungsmaß-nahmen. Kurz gesagt: Der Katastrophenhilfsdienst ist ein unverzichtbarer Teil des Bevölkerungs-schutzes.
Marktgemeinde Gleinstätten im Übungsfokus
Am 18. Oktober dieses Jahres war es nach vielen Stunden Vorbereitungszeit endlich so weit – die groß angelegte KHD-Übung der Bereichsfeuerwehrverbände Deutschlandsberg und Leibnitz wur-de abgehalten. Im Ortskern von Gleinstätten, in Pistorf und in Maierhof wurden die zwei bis ins Detail geplanten Einsatzszenarien inszeniert.
Die KHD-Stabstelle Leibnitz begann bereits in den frühen Morgenstunden des 18. Oktobers mit dem Aufbau der Einsatzleitung in der MS Gleinstätten. Dort wurden die an der Übung teilnehmen-den Züge eingeteilt und erhielten eine Erklärung der Schadenslagen und Einsatzbereiche.
Die erste Schadenslage – ein großflächiger Waldbrand, der rund 40 Hektar umfasste – musste von den Einsatzeinheiten der Waldbrandzüge bekämpft werden. Die weiteren Feuerwehren, die die-sem Szenario zugeteilt waren, sorgten für eine einwandfreie Wasserversorgung über rund fünf Kilometer Schlauchleitung. Zusätzlich wurden drei Löschwasserbecken errichtet. Szenario zwei behandelte einen großflächigen Ölfilm am Badesee Gleinstätten, der durch eine Ölsperre auf ei-ner Länge von 70 Metern sowie anschließender Absaugung des Ölfilmes beseitigt werden konnte. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte dabei von zwei Feuerwehrbooten.
Am Ende des sehr intensiven und arbeitsreichen Übungstages wurde der angetretenen Mann-schaft bei der Schlusskundgebung großes Lob ausgesprochen.
https://www.ff-pistorf.at/aktivitaeten/berichte/697-20251018-khduebung#sigProGalleria55fdc0b5a1